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Plattenkritiken

SEDUCER bewerten aktuelle Highlights und Klassiker der Konkurrenz.

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Opeth – Pale Communion
Lang ist es her, seit ich eine Scheibe so mit Spannung erwartet habe wie die neue Opeth.
Zuerst sei die Frage erlaubt: Welche Alben in der Metal Historie verdienen 10 Punkte (Rock Hard Richterscala / absoluter Klassiker)? Maiden -The Number of the Beast, Queensryche – Operation Mindcrime, Slayer – Hell awaits, AC/DC – Highway to Hell???
Nun, „Pale Communion“ ist keine 10er Scheibe, aber (für mich) verdammt nahe dran.
10 Punkte für die Schlagzeugarbeit; jenseits vom stumpfen Metal-Drumming, innovativ, fast schon jazzig. 10 Punkte für Akerfeldts Gesangslinien, die wirklich mehr als außergewöhnlich sind. 10,5 Punkte für die Backing-Vocals, die man so von Opeth auch noch nicht gehört hat und fast schon „Queen“-Niveau erreichen. Hinzu kommen einige sehr gute Gitarren-Soli.
Negativ fallen nur das durchschnittliche Instrumental „Goblin“ und das für meinen Geschmack zu dominante Orgel, Mellotron, Moog, Was-weiß-ich-was-Gedöns ins Gewicht.
Zur Musik: Death Metal Fans lassen liebe die Finger von der Scheibe. Opeth verfeinern vielmehr die auf „Heritage“ eingeschlagene (Retro?) Richtung. Progressiver Rock/Metal, der sehr in’s Detail geht und (fast) ohne krumme Takte auskommt. Sehr melodiös und teils auch sehr dunkel und bedrohlich (wenn man so will, das Einzige, was man auf allen Alben der Schweden findet).
Das von YouTube bekannte „Cusp of Eternity“ ist für Opeth-Verhältnisse fast Easy-Listening. Bei „River“ wildert man in Southern Rock(!) – Gefilde (allerdings nur ca. vier Minuten lang) und beim abschließenden „Faith in Others“ kommt die Band, dank Orchesterunterstützung, fast ohne Gitarren aus.
Das absolute Highlight der Scheibe ist aber „Voice of Treason“. Für mich jetzt schon der Song der Jahres, fett!!
Timme

dgmklein

DGM – Momentum

Eine der besten Scheiben des letzten Jahres liefert die italienische Band DGM ab. Wer auf treibenden Heavy Metal mit cleanem Gesang steht, kommt an dieser CD nicht vorbei. Handwerklich sehr ansprechend zeigen die Italiener einigen Genrekollegen die Grenzen auf und auch kompositorisch wissen DGM wie’s geht. So befinden sich einige Hits auf Momentum, die man nach mehrmaligen Hören nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Als Anspieltipp sei auf den famosen Opener „Reason“ (Feat. Russell Allen von Symphony X), den Mit-Tempo-Kracher „Numb“ oder den finalen „Blame“ verwiesen.
Timme

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